So ich rappel mich jetzt mal wieder auf, um euch zu berichten, wie mein Camp verlief, aber bevor ich damit anfange möchte ich euch noch mitteilen, wie mein Donnerstag Abend verlief. Also: Als ich von der Arbeit nach Hause kam, war Maria und Paulina anwesend. Von beiden kam die Frage, ob ICYE mich angerufen hatte. Ich musste das verneinen und da mich aber die Neugier packte, lief ich ins Zimmer von Maria und fragte sie nun, wieso mich die Organisation anrufen sollte. Ja meine Mutter dies und das....also sprich kurz gesagt, ihre Mutter war sauer auf mich, weil ich ihr nicht erzählte, dass meine Oma gestorben ist und mich 4 Tage und Nächte woanders aufhielt. Muss ich das verstehen??? Nein muss ich nicht, aber das ich dieses Problem aus der Welt schaffen wollte, nahm ich meinen ganzen Stolz beiseite und maschierte in ihr Zimmer. "Paulina, hast du einen Moment Zeit?" Sie willigte ein, dass wir uns beide mal Unterhalten. So nun schoss ich los, ich erzählte ihr, weshalb ich nicht nach Hause kam, obwohl ich ihr bescheid sagte, ich würde nicht kommen. Ja sie wollte die Details aus meinem Mund hören und somit erzählte und erzählte ich. So lange, bis ich wieder so emotional wurde, das mir ein haufen Tränen in den Augen standen. Ich musste nun eine Pause zum tief Luft holen machen und in der Zeit fragte sie mich, weshalb ich nichts gesagt habe, sie hätte mich auch gerne abgelenkt und wäre einfach gern in der Zeit bei mir gewesen, sie war verletzt von meiner Handlung. In meinem Kopf sammelten sich eine Menge Fragezeichen an, wieso jetzt aufeinmal diese Wandlung?? Wieso interessiert es sie jetzt aufeinmal, wie es mir geht???? Ich verstand das nicht und war verwirrt, konnte meinen Ohren kaum trauen, was ich dort hörte. Sie meinte, das es ihr sehr sehr leid tut und auch weiß, das es für mich schwer ist und ihr Interesse an der ganzen Situation stieg. "Wie geht es deinen Eltern??" und einige andere Fragen, die mich soweit brachten, dass ich einfach zu weinen anfing. Nun machte sie einen großen Schritt, sie kam auf mich zu und umarmte mich. Das war das erste Mal, dass wir uns so nah waren und ich habe echt gestaunt, denn sonst war sie immer so dastanziert und nun diese Wendung....Sie meinte dann noch: "Saskia, wir geben uns nocheinmal eine Chance und versuchen das Leben miteinander etwas besser zu machen!!" Wie lange habe ich auf so eine Aussage gewartet........Nun war mein Herz einwenig leichter und ich bin gespannt, ob sich nun mal endlich etwas bessert.
Beruhigt ging ich zu Bett, zündete meine Kerze an und betete für meine Oma und Familie.
( Volker und ich, mein von nun an "alter" Arbeitskollege!!)
(Ich mit 2 anderen Freiwilligen, die nun auch ihr Jahr zu Ende gebracht haben)
Die restlichen Tage waren wie schon erwähnt, sehr entspannt, wir konnten am Pool liegen und die Sonne genießen, viel stand nicht auf dem Programm, aber eine Aktivität war sehr sehr Interessant, denn jeder stellte sein Projekt, in dem er arbeitet vor und man bekam anhand von Fotos auch gute Eindrücke. Ich habe auch mein nach kotze riechendes Zimmer gewechselt, da ich nur mit den Leuten in einem Zimmer war, die 1 Jahr hier waren und als sie gingen, wollte ich natürlich nicht mehr alleine im Zimmer bleiben.
(Ja ihr seht richtig, ich mit eine Spinne.....)
Ich muss sagen, alles in allem hat mir das Camp sehr gut gefallen, man hat neue Personen kennengelernt und ihre Erfahrungen gehört, die einen auch nur ein Stück weiterbringen, zum Beispiel erzählte mir Sascha von seinem Nationalparkmonat im Amazonas und er machte mich so neugierig darauf, dass ich versuchen möchte, sowas auch zu machen. Die 5 Tage vergingen ruckzuck und nun bin ich wieder in Bogotá und der Alltag wird nun wieder bald einkehren, die Woche habe ich noch frei, denn meine Chefin ist im Urlaub und somit brauche ich nicht zur Arbeit gehen.
Ich muss euch aber noch berichte, wie unsere Rückfahrt von la Mesa bis nach Bogotá war, denn wir hatten eine "Panne". Ca. 30 Minuten vor Bogotá hielten wir mit dem Bus ( der sehr eng für uns 13 Personen war, samt Gepäck), mitten in der Wallachei :P, ok ein kleiner Rasthof war da, an, da der Motor anfing zu qualmen.
Es dauerte knappe 1,5 Stunden, bis wir wieder weiterfahren konnten. Es gab kein Kühlwasser mehr im Tank und somit wurde mit laufenden Motor neues Wasser nachgekippt, natürlich nicht destelliertes sonder aus dem Hahn. Ihr wisst ja was es bedeutet, wenn man kaltes Wasser auf einen heißen, laufenden Motor kippt. Ja ich hab mir manchmal nur am Kopf gefasst. Wir verbrachten unsere Zeit damit, dass wir uns in einen Kreis stellten und Kanons sangen, war sehr amüsant hehehe. Die Toillete, die ich benutze, war echt zum ko....ich weiß nicht wie ich es gemacht habe, aber ich war sehr schnell wieder draussen, denn das konnte man keine Sekunde länger aushalten.

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